Neues Leben, Anträge und Steuern beim EU-Umzug
Traumziel iberische Halbinsel: Auswandern nach Spanien
Spanien lockt uns mit seiner Sonne, dem mediterranen Klima und dem nahen Ozean. Das Land auf der iberischen Halbinsel besticht durch seine hohe Lebensqualität, die vielfältige Kultur und die kulinarischen Spezialitäten. Ob Metropolen wie Madrid, Barcelona und Sevilla oder Regionen wie Andalusien, Kastilien, La Rioja und Valencia – sie laden uns ein, den Urlaub zu verbringen. Doch viele Deutsche wünsche sich mehr, möchten für immer im Sonnenland leben und dorthin auswandern. Insbesondere für Rentner oder digitale Nomaden ist es das ultimative Ziel. Was Sie hinsichtlich Logistik, Bürokratie, Leben und Arbeiten beachten müssen, wenn Sie nach Spanien umziehen möchten, haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammen gestellt.
Auswandern Spanien: Voraussetzungen
Das Land Spanien ist geprägt durch seine lockere und gesellige Kultur. Die Amtssprache ist Spanisch respektive Kastilisch. Das Leben findet meist draußen statt und die Mahlzeiten haben einen hohen Stellenwert. Die vergleichsweise geringen Lebenshaltungskosten, insbesondere in den ländlichen Regionen, sind ein weiterer Vorteil. Wobei es in den Großstädten wie Madrid oder Barcelona auch teuer werden kann.
Als Mitglied der Europäischen Union und aufgrund der EU-Freizügigkeit können EU-Staatsbürger ohne Visum in Spanien leben und arbeiten. Jedoch müssen Sie sich spätestens nach drei Monaten bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung, "Empadronamiento" genannt, anmelden. Haben Sie vor, länger oder für immer im Land zu bleiben, sollten Sie eine Arbeit oder ausreichend finanzielle Mittel nachweisen können.
Bei der Anmeldung erhalten Sie eine Aufenthaltsbescheinigung, die für fünf Jahre gültig ist. Zudem müssen Sie eine Identifikationsnummer beantragen. Die Número de Identificación de Extranjero (NIE) wird für Bankgeschäfte, Steuerangelegenheiten oder Versicherungen benötigt. Von Ihrem spanischen Arbeitgeber erhalten Sie überdies eine Sozialversicherungsnummer. Diese gewährt Ihnen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem (Sistema Nacional de Salud). Alternativ können Sie auch eine private Krankenversicherung abschließen.
Leben und Arbeiten in Spanien
In Spanien ticken die Uhren anders als von Deutschland gewohnt. Der Tag beginnt meist etwas später und in der Mittagszeit sind Geschäfte und Büros häufig für viele Stunden geschlossen. Dann wird Siesta gehalten, die von 14:00 bis 17:00 Uhr andauern kann. Das ist den heißen Temperaturen insbesondere im Sommer geschuldet. Dafür sind die Geschäfte abends länger geöffnet und entsprechend verlagert sich das Abendessen auf die Zeit weit nach 20:00 Uhr.
Die Mietpreise in Spanien unterscheiden sich erheblich, je nach Region. Während Wohnungen auf dem Lande oft günstiger zu mieten sind, steigen die Preise in den Metropolen stark an. Insbesondere in den Küstenregionen wie den Balearen oder an der Costa del Sol kann Wohnen sehr teuer werden. In Spanien sind die Mietverträge häufig befristet auf etwa ein bis fünf Jahre. Wenn Sie vorhaben, dauerhaft in Spanien zu bleiben, kann sich der Kauf einer Immobilie lohnen. Lebensmittel, Restaurantbesuche oder Freizeitaktivitäten sind dagegen überwiegend günstig.
Die reguläre Arbeitszeit in Spanien liegt bei 40 Wochenstunden, die sich vorherrschend auf fünf Tage verteilen. Eine maximale Arbeitszeit von neun Stunden pro Tag darf nicht überschritten werden. Pro Jahr stehen Ihnen etwa 22 Urlaubstage zu, bei größeren Unternehmen bis zu 30 Tage. Dazu kommen rund 14 gesetzliche Feiertage und einige regionale. Es ist üblich, 14 Monatsgehälter pro Jahr zu bekommen. Dafür bleiben die ersten drei Krankheitstage meist unbezahlt. Für Sie als Auswandernde/r aus Deutschland wird keine Arbeitsgenehmigung benötigt. Mit der zuvor beantragten NIE-Nummer können Sie jede Stelle annehmen. Mit Ausnahme international tätiger Arbeitgeber wird im Job Spanisch gesprochen. Sie sollten also frühzeitig die Sprache lernen, wenn Sie in Spanien arbeiten möchten.
Jobsuche in Spanien
Wie überall in Europa werden auch in Spanien Fachkräfte gesucht. Das betrifft etwa den Tourismus und die Gastronomie hinsichtlich Restaurants, Hotels und Reiseveranstalter. Gefragt sind außerdem Fachkräfte in der Softwareentwicklung und der Datenanalyse. Darüber hinaus werden insbesondere in ländlichen Gebieten Pflegekräfte, Therapeuten und Ärzte gesucht. Eine gute Chance bietet sich bei international operierenden Unternehmen, die deutschsprachige Mitarbeiter für ihren Kundensupport suchen.
Wenn Sie noch auf Jobsuche für Ihren Umzug nach Spanien sind, können Sie sich am besten online informieren und auch direkt bewerben. Dazu eignen sich bekannte Job-Portale wie EURES, LinkedIn oder Indeed sowie Trabajando.es. Sie können sich auch initiativ direkt bei Unternehmen in der jeweiligen Branche bewerben und dazu die Karriere-Seiten nutzen.
Ihre Bewerbung und Ihren Lebenslauf sollten Sie unbedingt professionell in Spanisch oder Englisch übersetzen, das erleichtert nicht nur den Bewerbungsprozess, sondern erhöht auch Ihre Chancen.
Logistische Besonderheiten für Ihren Umzug nach Spanien
Zwar lässt sich Spanien von Deutschland aus problemlos auf dem Landweg erreichen, jedoch müssen Sie je nach Zielort mit langen Transportwegen quer durch Europa rechnen. Die Route erfordert eine sorgfältige Planung und kann bis zu 3.000 Kilometer lang sein. Ihr Umzugsgut ist also mehrere Tage unterwegs.
Liegt Ihr zukünftiger Aufenthaltsort auf den Kanarischen Inseln oder in anderen Sondergebieten Spaniens, können zusätzliche Schiffstransporte notwendig sein. Zudem können spezielle Zollbestimmungen gelten, wenn der Zielort nicht zum steuerlichen Zollgebiet der EU gehört. Bedenken müssen Sie auch, dass in einigen spanischen Altstädten Halteverbotszonen für den Umzugs-Lkw beantragt und eingerichtet werden müssen. Einige abgelegene Ortschaften oder Fincas sind über die schmalen Zufahrtsstraßen mit großen Fahrzeugen nur schwer erreichbar.
Bei einem Fernumzug von Deutschland nach Spanien sind Sie daher immer besser mit einem erfahrenen Logistikunternehmen beraten, das mit den Besonderheiten des Einreiselandes vertraut ist. Die Profis kennen auch die besten Routen in die verschiedenen spanischen Regionen, damit Ihr Umzugsgut sicher am neuen Wohnort ankommt. Darüber hinaus können Sie auch von günstigen Beiladungen profitieren, sofern Ihr Inventar kleiner ausfällt. In diesem Fall wird Ihr Hausrat gemeinsam mit anderem Frachtgut transportiert.
Tipps zum guten Start in Spanien
Damit Ihnen die Eingewöhnung auf der iberischen Halbinsel leichter fällt, finden Sie nachfolgend einige Tipps und Hinweise:
Anmelden: Nach spätestens drei Monaten müssen Sie sich in Spanien anmelden und eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Diese wird für Studierende, Arbeitnehmer oder Selbstständige befristet oder unbefristet ausgestellt.
NIE-Nummer beantragen: Mit der Identifikationsnummer für Ausländer (NIE) können Sie eine Wohnung mieten, ein Bankkonto eröffnen oder Versicherungen abschließen. Sie wird ebenfalls für steuerliche Aspekte benötigt.
TIE-Ausweis beantragen: Der spezielle Ausweis für Ausländer ist Ihr Nachweis, dass Sie legal in Spanien leben. Der TIE enthält ein Lichtbild sowie Angaben zur und zur Art der Aufenthaltsgenehmigung.
Sozialversicherungsnummer erhalten: Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Arbeitgeber in Spanien im Sozialversicherungssystem des Landes anmeldet. Sie haben damit Zugang zu einer kostenlosen Gesundheitsversorgung und zu Rentenleistungen.
Fahrzeugimport: Sie können Ihr Auto mit nach Spanien nehmen. Nach einer Frist von 30 bis 60 Tagen (ab Wohnsitzanmeldung) müssen sie es ummelden und beim spanischen TÜV (ITV) vorführen.
Einreise mit Haustieren: Sollen Hunde, Katzen oder Frettchen mit nach Spanien umziehen, benötigen die Vierbeiner einen ISO-Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und den blauen EU-Heimtierausweis. Pro Person dürfen maximal fünf Haustiere einreisen. Eine Quarantäne oder ein Einfuhrverbot gibt es nicht. Nach der Ankunft in Spanien müssen Sie Ihre Haustiere im lokalen Register Ihrer Gemeinde anmelden. Für Hunde ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.
Spanisch lernen: Machen Sie sich frühzeitig mit den Besonderheiten der Landessprache vertraut. Es zahlt sich immer aus, wenn Sie sich mit den Einheimischen gut verständigen können, und bringt Sie auch am Arbeitsplatz weiter.
Im Wählerverzeichnis registrieren: Im Wählerverzeichnis sind alle Einwohner der jeweiligen Region eingetragen. Hier wird die Aufenthaltsdauer jeder Person in Spanien überwacht. Ein Versäumnis kann bis zu 150 Euro Strafe kosten.
Selbstständige Tätigkeit anmelden: Wenn Sie selbstständig in Spanien arbeiten möchten, müssen Sie Ihre Tätigkeit anmelden. Dabei müssen Sie einen Wohnsitz nachweisen und über ausreichend finanzielle Mittel verfügen.
Das spanische Steuersystem: Abhängig davon, ob Sie angestellt oder selbstständig tätig sind, müssen Sie unterschiedliche Steuern in Spanien zahlen. Das spanische Steuersystem basiert auf einer progressiven Einkommensteuer, jedoch ohne Steuerklassen. Es unterteilt sich in staatliche und regionale Vorgaben. Achtung, der normale Mehrwertsteuersatz (IVA) beträgt 21 Prozent. Für Lebensmittel und Wohnimmobilien gelten reduzierte Sätze.
Fazit: Problemlos nach Spanien umziehen mit Arndt
Lassen Sie sich durch die Besonderheiten und Vorschriften nicht von Ihrem Traum abbringen. Mit einer guten Vorbereitung und einem kompetenten Logistiker können Sie ohne größere Probleme von Deutschland nach Spanien auswandern. Die Arndt Umzug & Logistik GmbH aus Arnsberg ist auf Fernumzüge spezialisiert und mit den Gegebenheiten auf der iberischen Halbinsel bestens vertraut. Wir kümmern uns um einen reibungslosen Ablauf, arbeiten die beste Transportroute aus und kommen auch mit schwierigen Zufahrten klar. Planen Sie also bedenkenlos ihren Ruhestand oder Ihren Neuanfang im Sonnenland mit einem erfahrenen Partner für den internationalen Möbeltransport.


