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Das müssen Sie beim Umzug in die Schweiz beachten

Von Deutschland in die Schweiz auswandern

Die Schweiz lockt mit einer eindrucksvollen Natur, kulinarischen Spezialitäten, einem hohen Lebensstandard und politischer Stabilität. Hier möchten viele Deutsche nicht nur ihren Urlaub verbringen, sondern denken darüber nach, ganz in die Schweiz auszuwandern. Doch ist ein Umzug von Deutschland in die Schweiz so einfach möglich? Wird eine Aufenthaltsgenehmigung benötigt? Welche Sprachkenntnisse sind von Vorteil? Lässt sich im schönen Schweizer Land gut wohnen und arbeiten? Und wie ist die soziale Absicherung dort geregelt? Der grenzüberschreitende Umzug ist komplex und es gibt viel zu beachten, wenn man in die Schweiz ziehen will. Unser ausführlicher Blogbeitrag zeigt die wichtigsten Punkte auf und gibt nützliche Tipps.

Themen:

Umzug Deutschland Schweiz: Die Voraussetzungen

Bevor Sie Ihren Umzug von Deutschland in die Schweiz planen, sollten Sie sich ausführlich mit den Bedingungen auseinandersetzen, die für eine Auswanderung in den Drittstaat gelten. Daher finden Sie nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Voraussetzungen:

Visum und Aufenthaltsgenehmigungen

Wenn Sie in die Schweiz auswandern möchten, sind Visum und Aufenthaltsgenehmigungen eine Grundvoraussetzung, die je nach Nationalität variieren können. Hier sind Bürger aus der EU oder EFTA (Europäische Freihandelszone: Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) im Vorteil, denn aufgrund der Personenfreizügigkeit gibt es weniger Beschränkungen als für Nicht-EU-Bürger.

Für die Schweiz sind drei verschiedene Aufenthaltsgenehmigungen üblich, die sich nach der Dauer des geplanten Aufenthalts, dem Grund der Auswanderung und nach dem Berufsstatus orientieren. Auswahl und Beantragung sollten so bald wie möglich erfolgen:

  • Kurzaufenthaltsbewilligung (L): für eine befristete Zeit (unter 12 Monaten)
  • Aufenthaltsbewilligung (B): mit Arbeitserlaubnis. Unter Vorlage eines gültigen Arbeitsvertrags (mindestens für 12 Monate) bleibt die Bewilligung fünf Jahre gültig.
  • Niederlassungsbewilligung (C): die zeitlich unbegrenzte Bewilligung gilt für Auswanderer, die sich bereits seit fünf Jahren regulär und ohne Unterbrechung in der Schweiz aufhalten.

Tipp: Wer sich unter 90 Tagen im Jahr in der Schweiz aufhält, benötigt kein Visum. Diese Zeit kann über mehrere Monate verteilt werden. Berücksichtigt werden dabei immer die letzten 180 Tage.

Sprachkenntnisse sind von Vorteil

In der Schweiz sind die vier verschiedenen Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch verbreitet. Je nachdem, in welchen Landesteilen Sie leben und arbeiten, sind Sprachkenntnisse von Vorteil. Das erleichtert nicht nur das tägliche Leben, sondern auch die Anerkennung im Job und in der Gesellschaft. Unabhängig davon sind gute Englischkenntnisse für den Arbeitsalltag unverzichtbar.

Arbeitsstelle und berufliche Abschlüsse

Im Idealfall haben Sie Ihren Arbeitsvertrag für die Schweiz bereits vor dem Umzug in der Tasche. Wichtig ist zudem die Anerkennung von Abschlüssen und Qualifikationen, die insbesondere bei medizinischen Berufen und in der Pflege verlangt wird. Je nach Diplom kann die Anerkennung einige Wochen Zeit benötigten und bis zu 1.100 Schweizer Franken kosten.

Eine Wohnung finden

Je nach Region kann die Wohnungssuche schon mal etwas länger dauern und mit höheren Kosten verbunden sein. Es zahlt sich aus, sich bereits im Vorfeld eingehend mit den Themen Mietpreise, Mietrecht, Schufa-Thematik und Mietsicherheiten in der Schweiz zu beschäftigen. Auch die Lebenshaltungskosten sollten berücksichtigt werden, die in der Schweiz meist höher liegen als in Deutschland.

Sozialversicherungen in der Schweiz

In der Schweiz sind Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), Pensionskasse, Unfallversicherung und Arbeitslosenversicherung üblich. Gesetzlich vorgeschrieben ist zudem die Mitgliedschaft in der Obligatorischen Krankenversicherung (OKP), die jedoch komplett selbst getragen werden muss. Sie beinhaltet auch die Pflegekosten.

Steuern und Finanzen

Die Steuer wird in der Schweiz auf den drei Ebenen Bund, Kanton und Gemeinde erhoben. Dabei unterscheidet sich die Gesamtbelastung erheblich nach Kanton und Wohnort. Vor dem Umzug ist die Einreichung einer groben Netto-Rechnung verpflichtend. Generell sind die Steuern in der Schweiz deutlich niedriger als hierzulande und die Durchschnittseinkommen höher. Die Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) ist mit 8,1 Prozent für die meisten Waren und Dienstleistungen wesentlich geringer als in Deutschland. Daneben gibt es weitere reduzierte Sätze, etwa für Lebensmittel oder Beherbergungsleistungen.

Umzug in die Schweiz: Zoll und Formalitäten

Die Schweiz liegt zwar im Herzen von Europa, gehört jedoch nicht zur Europäischen Union (EU). Das hat sowohl Vorteile wie auch Nachteile, da in dem unabhängigen Staat andere Bedingungen gelten. Die Einfuhr von gebrauchtem Umzugsgut in die Schweiz verläuft jedoch meist problemlos.

Damit alles reibungslos abläuft, fertigen Sie am besten eine Inventarliste für den Zoll an. Kartons und Möbelteile sollten entsprechend beschriftet sein, damit die Zuordnung den Zollbeamten leichter fällt. Zudem stellt das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) der Schweizerischen Eidgenossenschaft auf seiner Internetpräsenz das Formular 18.44 Erklärung/Abfertigungsantrag für Übersiedlungsgut zur Verfügung. Dies können Sie auch online ausfüllen. Es wird in zweifacher Ausfertigung benötigt und muss dem Zoll zusammen mit der Inventarliste, Ausweisdokumenten und dem Nachweis des Wohnsitzwechsels (z. B. Arbeitsvertrag, Mietvertrag) übergeben werden.

Tipp: Wenn Sie uns als spezialisiertes Umzugsunternehmen aus Arnsberg mit Ihrem Fernumzug in die Schweiz beauftragen, übernehmen unsere Profis für Sie die meisten Zollformalitäten.

Unter diesen Voraussetzungen bleibt Ihr Übersiedlungsgut zoll- und abgabenfrei:

  • Der Hauptwohnsitz wird in die Schweiz verlegt.
  • Möbel, Hausrat und Elektrogeräte müssen seit mindestens sechs Monaten in privaten Gebrauch gewesen sein. Bei kürzerer Haltedauer oder bei Neuwaren fällt eine Einfuhrumsatzsteuer von 8,1 Prozent an.
  • Auch das privat genutzte Auto kann zollfrei (nur vom Halter!) eingeführt werden, wenn es mindestens sechs Monate vor dem Umzug auf Sie zugelassen war. Nach der Einfuhr darf das Fahrzeug für die Dauer von einem Jahr nicht verkauft oder vermietet werden.
  • Alle überführten Gegenstände müssen auch nach dem Umzug in die Schweiz weiter von Ihnen persönlich genutzt werden.
  • Ihr Umzugsgut muss innerhalb von zwei Jahren nach der Anmeldung in die Schweiz eingeführt werden.

Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Haustier in die Schweiz auswandern, müssen Sie bestimmte veterinärmedizinische Anforderungen erfüllen (Fragen Sie Ihren Tierarzt). Beim Zoll müssen Sie das Tier als Umzugsgut deklarieren. Ein EU-Heimtierausweis und eine Kennzeichnung mit einem Mikrochip sind zwingend erforderlich. Hunde müssen innerhalb von 10 Tagen nach der Einreise bei einem Schweizer Tierarzt vorgestellt werden.

In die Schweiz ziehen: Logistik und Planung

Wer in die Schweiz ziehen möchte, benötigt eine gute, vorausschauende Planung und einen verlässlichen Partner, der mit den besonderen Anforderungen an einen internationalen Umzug vertraut ist. Zwar können Sie einen Umzug in die Schweiz auch in Eigenregie durchführen, doch allein bei der Logistik gibt es viele Punkte zu beachten, die Sie leicht übersehen können.

Das betrifft beispielsweise die Öffnungszeiten der Zollschalter oder Fahrverbote für Lastkraftwagen ab 7,5 Tonnen Gesamtgewicht. Dies gilt werktags ab 22 Uhr und von samstags 13 Uhr bis einschließlich Sonntag. Erfahrene Logistiker sind mit diesen Besonderheiten in der Schweiz vertraut und planen die Routen entsprechend. Das trifft ebenfalls auf die Zoll- und Einfuhrbedingungen beim Grenzübertritt zu.

Um Ihren Umzug in die Schweiz bestmöglich abwickeln zu können, bedarf einer realistischen Terminierung hinsichtlich der benötigten Bewilligungen, der Job- und Wohnungssuche, Abschluss von Versicherungen, Vorbereitung des Umzugsguts etc. Damit Ihr Projekt, in die Schweiz auszuwandern, nicht zu einem Risiko-Abenteuer wird, sollten Sie frühzeitig mit der Planung beginnen und sich so bald wie möglich Unterstützung von einem erfahrenen Logistikunternehmen für Ihren Fernumzug holen.

Umzug in die Schweiz: Checkliste für den reibungslosen Ablauf

Eine Verlegung des Wohnsitzes in die Schweiz will gut durchdacht sein und erfordert einen realistischen Zeitvorlauf von mindestens sechs Monaten.

  • Gültigkeit von Ausweispapieren und Dokumenten für die Schweiz prüfen
  • Visum und Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz beantragen
  • Umzugsunternehmen vergleichen und beauftragen
  • Jobsuche und Wohnungssuche in der neuen Heimat
  • Versicherungen prüfen und anpassen
  • Abmeldungen und Kündigungen beim alten Wohnsitz
  • Umzugskartons packen, Inventarlisten und Zollpapiere vorbereiten
  • Nachsendeantrag für Briefpost und Pakete beauftragen
  • Bankkonto in der Schweiz eröffnen
  • Innerhalb von 14 Tagen bei der Einwohnerkontrolle des neuen Wohnorts anmelden
  • Für die Anmeldung des Fahrzeugs im jeweiligen Wohnkanton bleiben nach der Einfuhr 30 Tage Zeit.
  • Abschluss einer Krankenversicherung innerhalb von drei Monaten nach Ankunft in der Schweiz (bis dahin gilt die Auslandskrankenversicherung aus Deutschland).
  • Der deutsche Führerschein bleibt nur 12 Monate in der Schweiz gültig, danach muss er umgeschrieben werden.

Fazit: Starker Partner für den internationalen Umzug in die Schweiz

Ein Umzug in das Nachbarland Schweiz ist gleichbedeutend mit einer neuen Lebensqualität. Eine beeindruckende Natur, attraktive Gehälter und die direkte Demokratie verlangen andererseits eine gut strukturierte Vorbereitung. Denn das Nicht-EU-Land hat eigene Regeln bei Einfuhr, Meldewesen, Finanzen und Versicherungen. Wer in die Alpenrepublik ziehen möchte, braucht daher einen starken Partner, der nicht nur Kartons schleppt, sondern auch die Zollhürden kennt. Die Arndt Umzug & Logistik GmbH aus Arnsberg ist bei der Auswanderung an Ihrer Seite. Fordern Sie noch heute ein unverbindliches Angebot für Ihren Umzug von Deutschland in die Schweiz bei uns an:

02937 82 98 847
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FAQs: Häufig gestellte Fragen für den Umzug in die Schweiz

Allgemein gilt in der Schweiz eine Probezeit von maximal drei Monaten. Das gibt Ihnen Gelegenheit, nicht nur Ihren neuen Arbeitgeber kennenzulernen, sondern auch Land und Leute. Sie können die visumfreie 90-Tage-Regel nutzen, bevor Sie mit Ihrem kompletten Hausstand von Deutschland in die Schweiz umziehen und einen Aufenthaltstitel beantragen.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen, um den Wohnsitz dauerhaft in die Schweiz zu verlegen, zählen Visum oder Aufenthaltsgenehmigung, gute Sprachkenntnisse, eine Arbeitserlaubnis sowie eine geeignete Wohnmöglichkeit. Hilfreich sind zudem Informationen über die soziale Absicherung und das Steuersystem in der Schweiz.

In der Schweiz gibt es keinen gesetzlichen Mindestlohn. Einige Branchen und Regionen legen jedoch einen Mindestlohn in ihren Tarifverträgen fest. Allgemein sind die Verdienstmöglichkeiten deutlich höher als in Deutschland.

Ja, privat genutzte Fahrzeuge können vom Halter persönlich in die Schweiz eingeführt werden. Ideal ist, wenn das Auto vor dem Umzug mindestens sechs Monate auf Sie zugelassen war und für wenigstens ein weiteres Jahr von Ihnen in der Schweiz genutzt wird. Dann entfallen alle Einfuhrabgaben.

Wenn Sie eine Wohnung in der Schweiz mieten möchten, müssen Sie ein gültiges Ausweisdokument mitführen. Außerdem benötigen Sie eine Aufenthaltsbewilligung und eine Betreibungsauskunft. Diese ist vergleichbar mit einer deutschen Schufa-Verbraucherauskunft. Wichtig ist zudem ein gültiger Arbeitsvertrag, aus dem die Dauer der Anstellung und die Höhe des Gehalts hervorgehen. Weiterhin kann eine Auskunft Ihres bisherigen Vermieters hilfreich sein oder zumindest dessen Kontaktdaten.